Montag, 10. Januar 2011

Glänzendes Shoot’n‘Drink.

Es wurde sehnlichst erwartet, das 65-Millionen-Dollar-Großprojekt vom amerikanischen Pay-TV Sender HBO. Allein das Set-Design von „Boardwalk Empire“ stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten: Für fünf Millionen wurde die Meerespromenade im Atlantic City des Jahres 1919 detailgetreu nachgebaut. Schließlich sollte man in der Serie von Produzent Martin Scorsese und Autor Terrence Winter („The Sopranos“) die Prohibitionszeit und das Gangstermilieu so akkurat wie möglich nacherleben. Dem Start im September folgten dann auch phänomenale Quoten, ordentliche Kritiken (vor allem für die hervorragenden Schauspieler) und natürlich die Bestellung einer zweiten Staffel. Boardwalk Empire glänzt, ist aber noch nicht ganz Gold. Hinter dem Pomp und den hochgesteckten Erwartungen wirkt die Handlung manchmal etwas ziellos. Jedoch sind wir mitten in der ersten Staffel, und – man erinnere sich – die Revolutionen von „The Sopranos“, „The Wire“ und „Lost“ kamen auch nicht von heute auf morgen. Deshalb: Abwarten und Whisky trinken!

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Aus: TRAFFIC, Dezember 2010

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