Sonntag, 19. Dezember 2010

Eine Basswelle aus Britannien.

Eine tiefe Welle aus Bässen wandert durch „Your Words Matter“ von Ramadanman und Midland. Entstanden ist sie irgendwo an der britischen Deephouse-Küste zwischen Dubstep-Ozean, Garage- und Funky-Gewässern und dem heiligen Gilles Peterson-Strom. Letzterer soll ja, ähnlich dem Golfstrom, so einiges durch die Gegend wirbeln und erwärmen. Auch in diesem Jahr brachte er wieder halb Europa zum Schwitzen. So rollten Ramadanman und Midland zwar keinesfalls als Lady Gaga-Tsunami durch die Charts, bestürmten aber so einige Tanzflächen diesseits des Marianengrabens. Ihren Höhepunkt erreicht die Woge bei anderthalb Minuten mit einer minimalistischen und tiefgreifenden Melodie, um sich dann etwa bei drei Minuten mit einem zerlegten Damenstimmen-Sample über den Strand zu ergießen. Dort liegen wir in der Sommersonne, lassen uns von ihr die Füße kitzeln und freuen uns des Lebens. Auch, weil Ramadanman später mit „Work Them“ noch eine Basswelle aus Britannien nachlegte.

---

Aus: TRAFFIC, Dezember 2010

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen